Forschungsgruppe 5489

Untersuchungen zur Ambivalenz des AHR-Signalweges in Hautkrankheiten

Forschungsgruppe 5489

Untersuchungen zur Ambivalenz des AHR-Signalweges in Hautkrankheiten

Willkommen

Die Forschungsgruppe (FOR) 5489 wird von der deutschen Forschungsgemeinsaft gefördert und hat ihre Arbeit Anfang 2023 aufgenommen. In Rahmen dieser Forschungsgruppe widmen sich Wissenschaftler*innen vom IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung sowie den Universitäten Düsseldorf, Bonn, Oldenburg und Magdeburg Untersuchungen zur Ambivalenz des AHR-Signalweges in Hautkrankheiten. Die Koordination liegt beim IUF (Sprecher: Prof. Jean Krutmann; Co-Sprecher: PD Dr. Thomas Haarmann-Stemmann).

Forschungsgruppen ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Sie werden bis zu acht Jahre lang gefördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert zurzeit 199 Forschungsgruppen, 12 Klinische Forschungsgruppen und 17 Kolleg-Forschungsgruppen (Stand Dezember 2024).

Wir möchten die genaue Wirkung des AHR-Signalwegs in einem spezifischen klinischen Kontext besser verstehen, und diese Informationen in innovative präventive und therapeutische Strategien umsetzen.

Unsere Forschung

Warum ist der Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor so spannend?

Signalübertragung in Zellen spielt eine zentrale Rolle und kann ein Ansatzpunkt für die Prävention und Therapie von Krankheiten sein. Ein Mitspieler, der Signale empfängt und daraufhin als Schalter für das Ablesen von genetischen Informationen wirkt, ist der Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor, kurz AHR. Der AHR-Signalweg wird zunehmend als interessanter therapeutischer Ansatzpunkt gesehen.

Wissenschaftler*innen des IUF konnten zeigen, dass der AHR in so gut wie allen Hautzellen vertreten ist und ihm eine wichtige Funktion für die Hautgesundheit zukommt. Unklar ist noch, warum sich die Aktivierung des AHR manchmal positiv auf die Hautgesundheit und manchmal nachteilig auswirkt. Es scheint, als habe der AHR zwei Gesichter, was an den römischen Gott des Anfangs und Endes, Janus erinnert. Hier setzt die Forschungsgruppe „Untersuchungen zur Ambivalenz des AHR-Signalweges in Hautkrankheiten“ an.

Woran arbeitet die Forschungsgruppe genau?

Die Forschungsgruppe geht von der Hypothese aus, dass das Ergebnis einer AHR-Aktivierung (gut oder schlecht für den Patienten) vom jeweiligen Kontext abhängt, also ob die Haut gesund oder durch Entzündungen oder Umwelteinflüsse vorgeschädigt ist.

Um diese Annahme zu testen und entsprechende Einflussgrößen zu bestimmen, wurde ein anspruchsvolles interdisziplinäres Forschungsprogramm erarbeitet, bei dem ein breites Methodenspektrum zum Einsatz kommt, das unter anderem Untersuchungen in 3-D-Hautmodellen, Proben aus Biobanken und Mausmodellen umfasst. Zudem werden in den einzelnen Teilprojekten Referenzmoleküle verwendet, die eine abschließende vergleichende bioinformatische Analyse möglich machen. Im Fokus der Arbeiten stehen chronisch-entzündliche Hauterkrankungen wie Neurodermitis und auch Lupus erythematodes, weißer und schwarzer Hautkrebs sowie unerwünschte Arzneimittelreaktionen.

Konkret werden die neun einzelnen Projekte der Forschungsgruppe die Rolle des AHR-Signalwegs für die genannten Hautkrankheiten unter besonderer Berücksichtigung von Haut-Darm-Mikrobiom-Interaktionen, der Rolle von Retinsäure und ausgewählter Pharmazeutika, dem Einfluss auf maligne Transformation, sowie der Relevanz des AHR-Repressors erforschen.

Projektleitung